AUTOFELGEN TECHNOLOGIE
MAßANGABEN
Maßgebend für die zu verwendenden Reifen sind hauptsächlich der Durchmesser und die Breite der Felge. Die breite ist in J (Meist gebrauchter bezeichnung für die Felgenhornausführung, Form J, entspricht einer Höhe von 17,3 mm.) Der Felgendurchmesser wird zwischen den Felgenschultern ermittelt. Er entspricht dem Innenradius des zu verwendenden Reifens und wird in Zoll angegeben. Die Felgenbreite wird zwischen den Felgenhörnern gemessen (dem Innenabstand) und auch als Maulweite bezeichnet. Für die Montage der Felge am Fahrzeug sind die Lochzahl und der Lochkreis des Lochkranzes, der Durchmesser der Radnabenbohrung, und die Einpresstiefe entscheidend. Die Zahl der Löcherist mit denen die Felge festgeschraubt wird. Der Lochkreis bezeichnet [in mm] den Durchmesser des Kreises, auf dem die Mittelpunkte der Schraubenlöcher liegen.
Die Radnabenbohrung ist die mittige Bohrung, mit der die Felge auf den Radflansch aufgesteckt wird. Die Einpresstiefe gibt die Abweichung zwischen der Radmitte und der inneren Anlagefläche der Radscheibe auf der Radnabe (genannt: Spiegel), also der Bremstrommel oder der Bremsscheibe, an. Sie wird in mm angegeben. Ist die Einpresstiefe 0 mm, liegt das Rad in der Symmetrieebene des Reifens auf der Bremstrommel auf. Ist sie größer als, also eine positive ET, reicht das Rad weiter nach innen,das heißt die Spur (Gemessen von Reifenmitte zu Reifenmitte) wird kleiner. Bei einer negativer ET wird die Spurweite vergrößert und das Rad wandert weiter nach außen.
DIE MONTAGESCHRAUBEN MUSS MANN WIE FOLGT MONTIEREN:
Materialien
Autofelgen werden heute entweder aus gewalztem Stahl hergestellt oder aus Leichtmetall gegossen oder geschmiedet. Stahlfelgen sind gewöhnlich billiger, gelten aber als optisch nicht so attraktiv wie Leichtmetallfelgen. In einigen Fällen verringert sich die ungefederte Masse beim Einsatz von Alu-Felgen, das Ansprechverhalten der Federung ist besser. Da heute jedoch hochfeste Stähle zum Einsatz kommen, die mit entsprechend geringeren Wandstärken auskommen, hat sich der Gewichtsvorteil aktuell wieder häufig zugunsten der Stahlfelge gewandelt. Leichtmetallfelgen werden meist aus Aluminium-, seltener aus Magnesium-Legierungen im Gussverfahren hergestellt und mit einer Speziallackierung versehen. Es sind hier vor allem einteilige von mehrteiligen Felgen zu unterscheiden. Einteilige Leichtmetallfelgen bestehen aus einem einzigen Stück Metall, während mehrteilige Felgen z.B. aus Felgenbett und Felgenkranz bestehen, welche zusammengeschraubt werden. Leichtmetallfelgen bieten grundsätzlich weder nennenswert verbesserte Fahrleistungen noch höhere Sicherheit oder Komfort. In Ausnahmefällen wie beispielsweise bei teuren einteiligen Magnesiumfelgen, verringern sich die ungefederten Massen, was das Fahrverhalten positiv beeinflussen kann. In seltenen Fällen kann durch Benutzung großformatiger Alufelgen die Kühlung der Bremsen (größere Luftdurchlässigkeit gegenüber einer typischen Stahlfelge) verbessert werden. Gleichzeitig nimmt dann meist jedoch durch die erzeugten Verwirbelungen der Luftwiderstand des Fahrzeuges zu, was zu einem höheren Kraftstoffverbrauch und verschlechterten Fahrleistungen führt. Problematisch ist insbesondere bei preisgünstigen Leichtmetallfelgen die Korrosionsbeständigkeit.